– kurze Entstehungsgeschichte der Plattform gegen Rassismus-

Mit einer Einladung (türkisch und deutsch) zur Gründung einer antirassistischen Plattform kamen Ende Oktober 2009 migrantische Vereine, antirassistische Gruppen und Einzelpersonen zusammen, um über die rassistischen Zustände und Entwicklungen in Deutschland zu diskutieren und gemeinsame Strategien des antirassistischen Kampfes zu entwickeln. Die Idee dieser Einladung entstand in der Vorbereitungsphase der Protestkungebung vor der SPD-Zentrale gegen rassistische Äußerungen von Sarrazin.

Bei den zweiwöchigen Treffen bis Ende 2009 wurden verschiedene Aspekte und Erscheinungsformen der rassistischen Zustände in Zusammenhang mit anderen relevanten Bereichen wie Bildung, Stadtteilleben, soziale Frage, Politik, Justiz, Kultur, Medien etc. erörtert.

Ein Auszug aus dem Protokoll des ersten Treffens legte schon die Weichen der inhaltlichen und praktischen Perspektive des sich erst später als Plattform gegen Rassismus bezeichnenden Zusammenschlusses:

Aktuelle Entwicklungen

– Z.B. Rassistische Äußerungen (Sarrazins, Buschkowskys,..)

– Die Elite will verstärkt die „Unterschicht“ ausgrenzen, disziplinieren, teilen und herrschen

– Rassistsiche Standpunkte werden zur „Normalität“ (breite Unterstützung für Sarrazins)

– Bildung: Bildungssystem kritisieren und Deutschklassen als ausgrenzend verurteilen

Rassismus, der sich in allen Lebensbereichen und Formen umgreift:

– per Sondergesetze

– durch Ausgrenzung in Wohngebieten (z.B. Task-Force in der Schillerpromenade/Neukölln)

– erschreckende Dimension des anti-muslimischen Rassismus (Islamophobie)

– Zusammenhang zur sozialen Ausgrenzung beachten

– Alltagserscheinungen des Rassismus

Integration

– als Farce, Lüge, Ausgrenzung, unwissenschaftlich entlarven und demontieren

– Neue Regierung sieht „Integrationsverträge“ vor

– Schliesst alle anderen A’s aus (Ausländer, Arbeitslos und Arme)

– Bildung wird vernachlässigt

Praxis

– Vernetzung (schnelle Kommunikationsmöglichkeiten schaffen, sich regelmäßig treffen, Kontakte zu anderen AntiRa-Zusammenhänge aufbauen, etc.)

– schnell, öffentlich und basisorientiert auftreten

– Aufklärung durch Argumente (z.B. 10 Punkte gegen Islamophobie)

– Zum Mord an Marwa E. in Dresden was unternehmen ,z.B. zum Prozess mobilisieren

– Zusammenarbeit mit Gruppen der sozialen Bewegung

– Eine Kampagne gegen Integration starten:

–  z.B. Buttons wie „INTEGRATION NEIN DANKE“ im Umlauf bringen

– Integrationsverträge: als eine neue Art der Bestrafung/Sanktionen/Assimilation verurteilen und dazu was unternehmen

– Aufklärung mit Fakten/Argumenten/Öffentlichkeitsmaterial

Impressum
„Plattform gegen Rassismis“
c/o Allmende e.V., Kottbusser Damm 25/26, 10967 Berlin

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Termine

Nächstes Treffen der Plattform gegen Rassismus
MITTWOCH, 30. Juni | 18 Uhr
| bei Plattform gegen Rassismus c/o Allmende e.V., | Kottbusser Damm 25/26 | 10967 Berlin (U Hermannplatz)

Vorstellung der Kampagne "Integration? Nein Danke!" auf dem transgenialen CSD am Samstag 26.Juni

Infostand auf dem Kiez-International-Fest in Neukölln (am Richardplatz) am 26. und 27.Juni


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